Note 9 — Front matter
Reading edition
Boëlys und Chauvets Werke haben kaum bleibende Bedeutung; César Francks Anfängerkompositionen eigentlich (6 Pièces, d’Orgue. Bei Durand) auch nicht. Aber seine Trois Pièces pour Grand-Orgue und seine „Chorals“ betitelten Großen Phantasien werden als etwas Einzigartiges bestehen (Ed. Durand). Diese drei Choräle sind das letzte Werk Francks. Sie stammen aus dem Jahre 1890. Als er nicht mehr gehen konnte, hatte er sich noch nach St. Clothilde schleppen wollen, um die Registrierungsangaben zu vervollständigen.
Um Mißverständnissen vorzubeugen, bemerke ich, daß „Choral“ in der modernen französischen Orgelliteratur nur eine Phantasie über ein gemessenes, großzügiges Thema, das aber frei erfunden wird, bedeutet. Diese Bezeichnung kam auf, weil gewisse Organisten der ältesten Generation gemeint hatten, die Choralthemen in den Bachschen Choralphantasien stammten von Bach selber.
Unter Boëllmanns Kompositionen führe ich an: Douze Pièces en Recueil. 2e Suite; Fantaisie (Leduc); Suite gothique; Fantaisie dialoguée (Orgel und Orchester; für Orgel allein von Eug. Gigout arrangiert) (Durand). Gabriel Pierné: Trois Pièces pour Orgue (Durand).