Note 255 — DRITTES KAPITEL PROBLEME DER ARABISCHEN KULTUR (continued 2)
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Inspiratio bonae voluntatis (De corr. et grat. 3). „Guter Wille“ und „böser Wille“ sind ganz dualistisch die zwei entgegengesetzten Substanzen. Dagegen ist für Pelagius Wollen eine Tätigkeit ohne moralische Qualität. Erst was man will hat die Eigenschaft, gut oder böse zu sein, und die Gnade Gottes besteht in der possibilitas utriusque partis, der Freiheit, dieses oder jenes zu wollen. Gregor I. hat die augustinische Lehre ins Faustische umgedeutet, wenn er lehrte, daß Gott einzelne Menschen verworfen habe, weil er ihren bösen Willen vorauswußte.