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Der Roman eines geborenen Verbrechers

Note 24 — Selbstbiographie.

Friedrich Wilhelm Ramhorst translation

Dies ist ein sehr wichtiges Argument, ein neuer Beweis dafür, was die positive Schule immer behauptet hat, daß das Gefängnis so, wie es in der klassischen Schule hergerichtet ist, die voll Sentimentalität war, nicht bleiben kann. Man halte diese Worte des M… mit den andern zusammen, die Lombroso gesammelt hat (Palimsesti del Carcere): »Ich bin glücklicher als St. Petrus. Hier werden wir von Lakaien bedient. Welches Wohlleben! Hier ist es besser wie auf dem Lande.« – »Triumph! Ich bin wegen Diebstahls verhaftet, an dem ich unschuldig bin. Lebt wohl Freunde. Thut mir um der Barmherzigkeit willen den Gefallen, flieht nicht aus diesem Gefängnis, hier ißt, trinkt und schläft man und braucht nicht zu arbeiten« – und man wird folgenden Ausruf eines Gefangenen nicht ganz ungerechtfertigt finden: »Hier behandelt man uns zu gut und übt zu viel Rücksicht.« Und den Schluß aus diesen Prämissen hat der berühmte Dieb Leblanc sehr gut zu ziehen gewußt, der dem Polizeipräfekten Gisquet sagen mußte:

»Wenn ich nicht Dieb aus Beruf wäre, würde ich es aus Neigung sein. Ich habe alle Vorteile und Nachteile der anderen Berufszweige gegen einander abgewogen und gefunden, daß das Stehlen immer noch das beste ist … Ich weiß wohl, daß wir im Gefängnis enden können, aber von 18000 Dieben, die in Paris sind, ist nicht ein Zehntel im Gefängnis, folglich genießen wir neun Jahre in Freiheit gegen eines im Gefängnis. Und wo ist der Arbeiter, der nicht eine arbeitslose Periode hat?… Und wenn wir schließlich eingekerkert werden, so leben wir auf Kosten der andern, man kleidet, speist und wärmt uns, und alles zu Lasten derer, die wir bestohlen haben. Und ich gehe noch weiter: Während unseres Aufenthaltes auf der Galeere oder im Gefängnis vervollkommnen wir uns und bereiten neue Mittel, die uns Erfolg verbürgen, vor.«

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