← Table of contents
Der Occultismus des Altertums

Note 619 — Sechstes Buch. Der Occultismus der alten Griechen. (continued 3)

Reading edition

M. E. zeigt sich hier schlagend, wie der Unsterblichkeitsglaube lediglich aus dem Gefühl der Wertschätzung hervorgeht. Ein zwingender Beweis der Unsterblichkeit läßt sich nicht führen; ebensowenig freilich auch ein Gegenbeweis. Gewöhnlich wird letzterer in dem mephistophelischen Satze gefunden: „Alles, was entsteht, ist wert, daß es zu Grunde geht“; und daher das Bestreben so vieler Metaphysiker, die Seele zu den unentstandenen Urelementen des Seins zu rechnen. Jener Satz von der Vergänglichkeit alles Entstandenen kann sich auch nur auf eine empirische Induktion berufen, deren Beweiskraft keineswegs zwingend ist. Vgl. meine Anmerkung zu Brunos Dialog vom Unendlichen. Nr. 35. S. 9 u. 97.

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings