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Der Löwe von Flandern

Note 7 — II.

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„Robrecht van Nyvers (auch van Bethune) hat der heiligen Kirche große Dienste erwiesen; so hat er in Apoelghen Meinfoort, den stolzen Feind der heiligen Kirche, erschlagen.“ (Die excellente Cronike). Die Tatsache, auf die dieser Satz anspielt, ist folgende:

Karl von Anjou, König von Sizilien, wollte gegen Manfred, der dieses Königreich gegen den Willen des Papstes besaß, in den Krieg ziehen. Er bildete ein französisches Heer aus etwa 20 000 auserlesenen Kriegern und übergab den Oberbefehl an Robrecht van Bethune, der damals achtzehn Jahre alt war. Bald darauf nahm Karl von Anjou den jungen Konradin, den Enkel des deutschen Kaisers Friedrich, gefangen. Karl, der sich von einem so hochgestellten Feind befreien wollte, beschloß, ihn zum Tode verurteilen zu lassen. Sismonde von Sismondi (Histoire des républiques italiennes) sagt darüber: „Ein einziger Richter sprach das Todesurteil, und der junge Konradin wurde auf das Schafott gebracht, um enthauptet zu werden. Der Richter, der Konradin zum Tode verurteilt hatte, las das Urteil gegen ihn vor, das ihn als Verräter der Krone und Feind der Kirche bezeichnete. Er war gerade damit zu Ende und sprach das Todesurteil aus, als Robrecht von Flandern, der eigene Schwager von Karl von Anjou, auf den falschen Richter zustürzte, ihm seinen Degen in die Brust stieß und rief: „Es steht Euch nicht zu, Elender, einen so edlen und schönen Herrn zum Tode zu verurteilen.“ Der Richter starb in Gegenwart des Königs, und dieser durfte seinen Günstling nicht rächen.“ – Noch andere Taten beweisen, daß Robrecht von einem wunderbaren Mut beseelt war, so daß man von ihm sagen konnte: ein Löwenherz schlägt in seiner eisernen Brust.

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