Note 3 — I. Lenz im Elsaß.
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Das Andenken des Pfarrers Johann Jakob Brion und seiner von Göthe als Muster einer tüchtigen, einsichtsvollen und verständigen Hausfrau geschilderten Gattin, Maria Magdalena, geb. Schöll, steht noch immer in Sesenheim in Segen. Das alte Pfarrhaus ist seitdem abgerissen worden und hat einem größern, stattlichen Wohngebäude Platz gemacht. Die Jasminlaube, die seitdem auch verpflanzt worden ist, wird häufig von Reisenden, namentlich von Deutschen und Engländern, aufgesucht und geplündert. — Göthe’s damalige Vorliebe für Ossian war auch auf Friedericke übergegangen. Ich besitze den schon besprochenen Gesang: „Stern der dämmernden Nacht“, welchen er für Friedericke übersetzte, und sodann, sehr verändert, in den Werther aufnahm, von seiner Hand geschrieben und hin und wieder verbessert. Er folgt im Anhange. Die älteste Tochter, Marie Salome (bei Göthe Olivie), war an einen Pfarrer Marx in Meißenheim, bei Lahr, verheirathet; bei ihr starb Friedericke (November 1813) im 58. Lebensjahre. Der Bruder (Moses) starb 1817 als Pfarrer zu Barr. Die jüngste Schwester, zu Göthe’s Zeit ein kleines, munteres Mädchen, hieß Sophie; sie lebte eine Zeit lang mit Friedericke im Steinthale, wo beide eine Mädchenschule leiteten; später zog sie nach Niederbronn, wo sie im Dezember 1838 in hohem Alter starb. Sie war bis an ihr Ende heiter und sprach von Göthe nicht anders als mit Achtung; sie klagte ihn nie an und wußte nichts von einer förmlichen Verlobung zwischen ihm und ihrer Schwester. Sie wurde oft von Fremden besucht und war unter dem Namen „Täntele“ in Niederbronn und in der Umgegend bekannt und allgemein geschätzt. Die bis dahin ungedruckten Gedichte Göthe’s, die ich in Chamisso’s und Schwab’s Musenalmanach 1838 einrücken ließ, hatte ich von ihr erhalten; sie sind aber nicht eigenhändig von Göthe geschrieben.