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Das Proletariat und die Waldungen, mit besonderer Berücksichtigung der bayerischen Rhein-Pfalz

Note 13 — Ursachen der Forstfrevel und deren Unterscheidung.

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Im vorigen Jahre erschien im Cotta’schen Verlage zu Stuttgart und Tübingen eine Abhandlung von Gustav Walz, Direktor der land- und forstwirthschaftlichen Akademie zu Hohenheim, „über die Waldstreu“, welche in ihrem ersten Theile lehrreiche Aufschlüsse über den Standpunkt der Landwirthschaft in dieser Beziehung ertheilt, und erkennen läßt, wie weit deren Kultur hinter dem jetzigen Stande der Wissenschaft dermalen noch zurücksteht. — Pag. 68 sagt derselbe wörtlich:

„Ja, nur durch die vier Mittel, das Ausführen des frischen Düngers, allgemeine Anlage von Wässerungswiesen, tiefere Bearbeitung des Bodens und Bestellung des Sommerfeldes vor Winter, könnte leicht, vielleicht mit Ausnahme der am meisten Weinbau treibenden Distrikte und der rauhesten Gegenden, die Waldstreu bei der jetzigen Bevölkerung völlig entbehrt werden, während das Düngermaterial aus den Waldungen zum Theil für spätere noch zahlreichere Generationen reservirt werden könnte; denn wenn sich in diesen nach und nach mehr Humus ansammelt, so können sie später bei kraftvollem Boden auch noch mehr Streu entbehren, als jetzt.“

In dem zweiten Theile dieser seiner Abhandlung kömmt Herr Walz hingegen auch auf die Verbindlichkeit der Forstwirthschaft zurück, die Landwirthschaft, soweit dies unbeschadet der nöthigen Holzproduktion geschehen könne, mit Waldstreu zu unterstützen.

Ohne sich auf die Ausführung dieses Themas, wobei übrigens der Praktiker so Manches zu erörtern vermüßiget sein dürfte, selbst einzulassen, will sich der Verfasser hier nur die Bemerkung erlauben, daß bei uns in Bayern diese Verbindlichkeit der Forstwirthschaft der Landwirthschaft gegenüber, wo letztere es erfordert, bezüglich der quantitativen Abgabe der Waldstreu selbst, vollständig erfüllt wird, daß demohngeachtet aber außerdem noch die Waldungen in vielen Gegenden fortwährend auf eine exzessive, bedauerliche Weise im Wege des Frevels ihres so bedürftigen Streuwerkes beraubt, und hiemit, bei ihrer schon kümmerlichen Existenz, der Devastation mit Riesenschritten zugeführt werden. Wo kann da — solchen Thatsachen gegenüber — von Mangel an gutem Willen, die Landwirthschaft zu unterstützen, noch die Rede sein.

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