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Das Leben Tolstois

Note 101 — „Krieg und Frieden”

O. R. Sylvester translation

(S. 64): Es ist bedauerlich, daß die Schönheit der dichterischen Schöpfung manchmal durch philosophisches Gerede, mit dem Tolstoi sein Werk überlädt, beeinträchtigt wird, vor allem in den letzten Teilen. Er sucht seine Theorie vom Fatum der Geschichte zu entwickeln, und das Unglück ist, daß er endlos darauf zurückkommt und sich unentwegt wiederholt. Flaubert, der beim Lesen der beiden ersten Bände, welche er „göttlich” und „voll von Stellen im Shakespeareschen Geiste” nannte, „Bewunderungsrufe ausstieß”, warf den dritten Band gelangweilt in die Ecke: „Er fällt schrecklich ab. Er wiederholt sich, und er philosophiert. Man sieht den Herrn Grafen, den Verfasser und den Russen, während man bisher nur die Natur und die Menschheit gesehen hatte”. (Brief an Turgenjew, Januar 1880.)

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