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Das Heim und die Welt

Note 33 — ACHTES KAPITEL

Helene Meyer-Franck translation

In bengalischen Häusern (vielleicht in Hinduhäusern überall in Indien) wird die Tochter des Hauses mit besonderer Liebe gehegt, weil sie nach dem Gebot der Sitte so früh verheiratet wird. So nimmt sie liebe Erinnerungen mit in das Heim ihres Gatten, wo sie als Fremde erst Wurzel fassen muß, bevor ihr die ihr gebührende Stellung zuteil wird. Das Gefühl, das somit die junge Frau ihrem alten Heim gegenüber bewahrt, kommt zum feierlichen Ausdruck an dem Brudertag, an dem die Brüder ins Haus ihrer verheirateten Schwester geladen werden. Ist die Schwester die ältere, so nimmt sie die Ehrfurchtsbezeugung ihrer Brüder entgegen und gibt ihnen ihren Segen, und umgekehrt. Bei der Gelegenheit werden Geschenke getauscht, die man als Gaben der Ehrfurcht oder des Segens bezeichnet. (Anm. d. engl. Übers.)

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