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Aus Goethes Frühzeit

Note 16 — DER ERSTE THEIL DES FAUST.

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Man darf selbst geltend machen 'mit abegewendetem Blick' in der Pandora (Hempel 10, 371) neben 'Wasserstrom, der abestürzt' in der letzten Scene des Faust (Hempel 13, 236). Dieses 'abe' ist nicht das mhd. abe, sondern das schweizerische abe (s. z.B. Hunziker Aargauisches Wb. Sailer Basler Mundart s.v.) für abhin. Ebenso gebraucht es Schiller 2, 144, 22 in den Räubern. Aber Goethe gestattet sich die Form vermuthlich auf die Autorität des mhd. abe hin, das er im Nibelungenliede fand. Und so wäre denn auch hierdurch auf die bestimmte Zeit nach dem Abschlusse des ersten Theiles gedeutet. Dem Nibelungenlied wandte sich Goethe im letzten Viertel des J. 1807 zu. – Einen wenig bekannten Beleg für Goethes frühere Beschäftigung mit dem Minnesange gewährt eine Erzählung Böttigers (Raumers hist. Taschenb. 10, 392): Goethe citirt am 8. October 1791 an Wielands Tische 'das Lied des Königs Wenzel von Böhmen' aus der Bodmerischen Sammlung. Bei Grosse Goethe und das deutsche Alterthum (Dramburg 1875) finde ich das Zeugnis nicht erwähnt, dagegen wird S. 27 ganz richtig mit Herrn v. Loeper (Hempel 11, 315) das Wort 'Kemenate' in dem Maskenzuge russischer Nationen zum 16. Febr. 1810 auf Goethes altdeutsche Studien zurückgeführt.

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