Note 86 — Auf der römischen Heerstraße.
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Expedire heißt eigentlich den Fuß befreien, wie impedire den Fuß hemmen, compedire die Füße mit Fesseln zusammen schließen. Jenes bestand darin, daß man das schleppende Kleid hoch gürtete; der Kriegsmann geht cinctus, d. h. er gürtet das Kleid. Wichtig zum Verständnis ist, daß der alte Plautus Amph. 308 schreibt: cingitur: expedit se: „er gürtet sich, er will freien Fußes losfahren.“ Das wird hernach im übertragenen Sinn gebraucht, und Livius schreibt 38, 21: expedire se ad pugnam, d. i.: „alles Gepäck beiseite werfen, um kämpfen zu können.“ Deshalb heißt „Expedition“ in der alten Heeressprache dasjenige militärische Unternehmen, bei dem ein Wagentroß nicht mitgeführt wird; so wiederum bei Livius: cum promptissimis iuvenum praedatum atque in expeditiones ire. Wer promptus ist, ist expeditus. Vgl. auch Hirtius, Bellum Gallicum VIII, 34, wo es die expediti sind, die nächtliche „Expeditionen“ unternehmen.