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Auld lang syne

Note 6 — LITERARY RECOLLECTIONS I

Reading edition

As many of my unknown friends have come to my assistance and sent me Herwegh’s poem I feel bound to give it here in its entirety:—

STROPHEN AUS DER FREMDE.

Ich möchte hingeh’n wie das Abendroth,

Und wie der Tag mit seinen letzten Gluthen—

O! leichter, sanfter ungefühlter Tod!—

Mich in den Schoosz des Ewigen verbluten.

Ich möchte hingeh’n wie der heitre Stern,

In vollstem Glanz in ungeschwächtem Blinken;

So stille und so schmerzlos möchte gern

Ich in des Himmels blaue Tiefen sinken.

Ich möchte hingeh’n wie der Blume Duft,

Der freudig sich dem schönen Kelch entringet

Und auf dem Fittig blüthenschwangrer Luft

Als Weihrauch auf des Herrn Altar sich schwinget.

Ich möchte hingeh’n wie der Thau im Thal,

Wenn durstig ihm des Morgens Feuer winken;

O wollte Gott, wie ihn der Sonnenstrahl,

Auch meine lebensmüde Seele trinken!

Ich möchte hingeh’n wie der bange Ton,

Der aus den Saiten einer Harfe dringet;

Und, kaum dem irdischen Metall entfloh’n,

Ein Wohllaut, in des Schöpfers Brust verklinget.

Du wirst nicht hingeh’n wie das Abendroth,

Du wirst nicht stille, wie der Stern, versinken,

Du stirbst nicht einer Blume leichten Tod,

Kein Morgenstrahl wird deine Seele trinken.

Wohl wirst du hingeh’n, hingeh’n ohne Spur,

Doch wird das Elend deine Kraft erst schwächen

Sanft stirbt es einzig sich in der Natur,

Das arme Menschenherz muss stückweis brechen.

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