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Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 27. Band, 1880

Note 6 — ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.

Reading edition

Der Ausdruck wird durch Vorführung analoger Stellen, welche zur Gerade gehörige Gegenstände aufzählen, klar werden: golt und silver vngewercht...; geschmiedet gold und silber...; alle silber und golt das gebeuget...; silber und gold so gebogen ...; all eir klenodie tot eirem live der frawen ringe, vmbgehenge ...; hare (ihre) silveren und gülden ringe, ook den daer haer man se mede getrouwet heft, item haren gördel, büdel u. dat gelt so darin ist...; dat beste gulden vingerlein (Ring)...; weibliche kleider und gezierde, fürspan, ringe, fingerlein, heftlein, geselschaft (?), halsband, ketten silbern und gülden, berlen, krenze und berlenbendlein, karellen (Korallen) und andre schnüre, die die frawen tragen, silbern gürtel und seiden borten mit golde oder silber beschlagen, pacifical (gehenkelte Thaler) so die frawe an ir getragen... (s. diese Stellen bei Grimm, Rechtsalterthümer II, 577–582.); — mer hedde sie gelt, oft buntwerk.. (Loener Hofrecht, Art. 12);... vnuerschmydet gelt, syden want.., (das., Art. 35).

Die Vergleichung des Ausdrucks vngesmedet golt mit den angezogenen Stellen führt fast mit Nothwendigkeit auf die Erklärung durch „gemünztes Gold“, im Gegensatz zu dem zu Schmuck und Kleinodien verarbeiteten.

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