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Ansiedlungen in den Urwäldern von Canada

Note 8 — Vierter Brief.

Friedrich Adolph Wiese translation

Herr M'Gregor, in seinem Brittischen Amerika, vol. II. p. 504, giebt uns von Montreal nachstehende Beschreibung: —

»Zwischen dem Königlichen Berge und dem Flusse, auf einer sanft aufsteigenden Felsen-Firste, steht die Stadt. Mit Einschluß der Vorstädte ist sie von größrer Ausdehnung als Quebek. Beide Städte weichen in ihrer Erscheinung sehr von einander ab; die niedrigen Ufer des St. Laurence zu Montreal entbehren der Grauen erregenden, sich über sie thürmenden Klippen und all jener romantischen Erhabenheit, wodurch sich Quebek auszeichnet.

»Montreal hat keine Kais, und die Schiffe und Dampfböte liegen ruhig in ziemlich tiefem Wasser hart an dem lehmigen und im Allgemeinen kothigen Ufer der Stadt. Die ganze Unterstadt nehmen düster aussehende Häuser, mit dunkeln eisernen Fensterläden; und wenn sie auch im Ganzen etwas reinlicher ist als Quebek, so ist sie doch immer sehr schmutzig; die Straßen sind eng und schlecht gepflastert, und die Fußpfade durch schräg geneigte Kellerthüren und andre Vorsprünge unterbrochen.

»Es ist unmöglich,« sagt Mr. Talbot in seinen Five Years, Residence, »an einem Sonn- oder Festtage die Straßen von Montreal zu durchwandern, ohne daß man die düstersten Eindrücke erhielte; die ganze Stadt erscheint wie ein großes Gefängniß;« er spielt hier auf die eisernen Fensterladen und Außenthüren an, von welchen man Gebrauch macht, um den Wirkungen von Feuersbrünsten zu begegnen.

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