Note 19 — Chapter II
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Aus Brockhaus, Konversationslexikon: “Dido oder Elissa, die sagenhafte Gründerin von Karthago, war eine Tochter des tyrischen Königs Mutto und die Gemahlin von dessen Bruder Sicharbas (bei Virgil Sichäus) einem Priester des Melkart. Ihr Bruder tötete ihren Gemahl, worauf Dido mit dessen Schätzen, begleitet von vielen Tyriern, entfloh, um einen neuen Wohnsitz zu suchen. Sie landete in Afrika, unweit der schon bestehenden phönizischen Pflanzstadt Ityke (Utika) und baute auf dem den Eingeborenen abgekauften Boden eine Burg Byrsa (das Fell). Die Bedeutung dieses Wortes wurde durch die Sage so erklärt: Dido habe so viel Land gekauft, wie mit einer Rindshaut belegt werden könne, dann aber listig die Haut in dünne Streifen geschnitten und damit einen weiten Raum umgrenzt. An die Burg schloss sich hierauf die Stadt Karthago an. Hier ward Dido nach ihrem Tode, den sie sich selbst auf dem Scheiterhaufen gab, um dem Begehren des Nachbarkönigs Hiarbas (Jarbas) nach ihrer Hand zu entgehen, göttlich verehrt, wie denn ihre mythische Gestalt offenbar derjenigen der grossen weiblichen Gottheit der Semiten entspricht, welche auch den Namen Dido führte. Virgil lässt, wie es schon Nävius getan, den Äneas zur Dido kommen und giebt dessen Untreue als die Ursache ihres Todes an.”
Aus Weber, Weltgeschichte: “Die Sage von der Ochsenhaut bei Gründung der Stadt (Karthago) ist bezeichnend für den Charakter der Phönizier, deren List und Verschlagenheit schon im Altertum berühmt war.”
Nach Gustav Schwab, Die Schönsten Sagen des klassischen Altertums, “War es eine Stierhaut (was dem Namen Byrsa entspricht).”