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Ameisenbüchlein

Note 18 — Was muß ein Erzieher lernen?

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Mit Recht tadelt Salzmann das Verfahren, Naturgeschichte zu lehren, ohne die Kinder selbst in die Natur einzuführen. Schon Rousseau sagte: „Eure Philosophen lernen die Naturgeschichte in den Naturalienkabinetten, sie besitzen Flitterkram, wissen Namen und haben durchaus keine Idee von der Natur.“ Auch in seiner Schrift: „Noch etwas über die Erziehung“ zieht Salzmann gegen den naturgeschichtlichen Unterricht, der sich nicht auf Anschauung der Natur selbst stützt, zu Felde. Gewiß ist es jetzt bedeutend besser damit geworden; doch wird der naturgeschichtliche Unterricht noch vielfach in zu wissenschaftlicher Weise erteilt, indem man sich zu sehr an das System hält, während doch die Einführung der Kinder in die Natur selbst die Hauptsache sein sollte. Verbesserungsbestrebungen machen sich in neuester Zeit geltend. Es sei in dieser Hinsicht hingewiesen auf die Schriften von Junge: „Der Dorfteich“; Baade: „Zur Reform des naturgeschichtlichen Unterrichts“; Twiehausen: „Der naturgeschichtliche Unterricht in ausgeführten Lektionen“; Vögler: „Präparationen für den Naturgeschichtsunterricht“; Kießling und Pfalz: „Methodisches Handbuch für den Unterricht in der Naturgeschichte“. Was Salzmann weiter vom naturgeschichtlichen Unterricht sagt, gilt auch namentlich vom ersten Schulunterricht. Seine Lehrbeispiele, die er im Nachfolgenden giebt, beziehen sich besonders auf diesen Unterricht. Hier ist gerade die Anschauung an ihrem Platze. Namentlich findet die Anschauung ihre Pflege in dem sog. Anschauungsunterrichte, dessen Ziel sein soll, das Kind mit der heimatlichen Umgebung, ihrer Natur und Lebewesen bekannt zu machen, weshalb er vielfach auch als „Heimatskunde“ bezeichnet wird. Der angehende Lehrer, dem bekanntlich gerade dieser so wichtige Unterricht obliegt, sei auf folgende Schriften hingewiesen: Wernecke: „Praxis der Elementarklasse“; Strübing: „Sprachstoffe“; Harder: „Anschauungsunterricht“; Jütting-Weber: „Anschauungsunterricht und Heimatskunde“; Wiedemann: „Präparationen“; Wagner: „Entdeckungsreisen in Haus und Hof, in Wald und Feld &c.“; Breiden: „Der Anschauungsunterricht“; Fuhr und Ortmann: „Anschauungsunterricht“; Niedergesäß: „Anschauungsunterricht“; Stieber: „Anschauungsunterricht im Anschlusse an die Pfeifferschen und Winkelmannschen Bilder“; Heinemann: „Handbuch für den Anschauungsunterricht und die Heimatskunde“; Seidel: „Materialien für den Anschauungs- und Sprachunterricht im ersten Schuljahre“; Fischer: „Sprachstoffe zu Leutemanns fünfzehn Tierbildern“; Richter: „Der Anschauungsunterricht“.

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